Inflation, was muss ich wissen
Zur grundlegenden Erläuterung sollte zunächst einmal geklärt werden, was Studiengebühren genau sind: Studiengebühren sind Mittel, welche die Studierenden an ihre Universität zur Verbesserung ihrer Lehre zahlen. Pro Semester (6 Monate) beläuft sich die Zahlung in der Regel auf 500€, welche direkt an die jeweilige Universität oder Hochschule überwiesen werden muss. Bei Teilzeitstudien wird die Studiengebühr jedoch, im Verhältnis zum Pflichtlehrangebot in einem entsprechenden Vollzeitstudiengang, ermäßigt. Ebenso gibt es die Ausnahme, wenn sich jemand an mehreren Hochschulen eingeschrieben hat, dass die Gebühr an die Hochschule zu leisten ist, an welcher der Schwerpunkt des Lehrangebots liegt. Allerdings besteht für einige Studierende die Möglichkeit, die Gebühren erst nach dem Studium zu bezahlen, dann allerdings mit (niedrigen) Zinsen. Als Langzeit, evtl. auch als Fachwechsler/in wird man dieses Darlehen zur Finanzierung der Gebühren jedoch nicht bekommen, sondern immer sofort zahlen müssen. Sie können im Internet Fragen zu diesme Thema diskutiern, klicken Sie hier auf den als Hilfe.

Das Wort Inflation bedeutet in der Volkswirtschaftslehre, einen andauernden, allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Der Preis einer Ware wird durch den Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragekurve bestimmt, d.h. steigt das Angebot mit dem ebenfalls steigenden Preis an, sinkt zugleich die Nachfrage. Zudem lässt sich sagen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn die Geldmenge und die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunehmen (allerdings zeigen Untersuchungen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig konstant bleiben wird). Es hat sich herausgestellt, dass Inflation nur dann eintrifft, wenn die Zentralnotenbank die Geldmenge ausweitet. Dies bedeutet, dass eine Inflation durch begrenzende Geldpolitik, d.h. die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, welche eine Zentralbank ergreift, um ihre Ziele zu verwirklichen, zuverlässig verhindert werden kann.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Inflationsarten:

Zum einen die Nachfragesoginflation: die Nachfrage nach Gütern steigt so schnell, dass die Angebote nicht mengenmäßig angehoben werden können, sondern stattdessen die Preise nach oben schießen. Erfolgt eine finanzielle Alimentierung, d.h. die Geldmengen und die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes werden erhört, entsteht eine Inflation. Als nächstes die Angebotsdruckinflation, auch Kosteninflation genannt: die Ursprünge liegen hier bei den Produktionskosten, d.h. wesentliche Steigerungen der Lohn- bzw. Lohnnebenkosten, der Energiepreise oder Zinserhöhungen. Eine Erhöhung des Preisniveaus funktioniert allerdings nur dann, wenn die teurer produzierten Güter auf dem Markt, zu den geforderten höheren Preisen, auch Käufer finden. Zu unterscheiden gibt es hier zum einen noch die "Cost- push- Inflation" welche entsteht, wenn ein Unternehmen z.B. durch höhere Rohstoffpreise oder höhere Löhne, Steuern etc. höhere Produktionskosten hat und zum anderen die "Profit- push- Inflation", welche ausgelöst wird, wenn ein Unternehmen höheren Gewinn einstreichen will.

Was meinen Sie dazu, schreiben Sie uns bei dem Finanzratgeber Eventologen. Wichtig zu erwähnen ist außerdem die importierte Inflation, d.h. die Übertragung einer Inflation aus dem Ausland auf das Inland. Gegen eine importierte Inflation ist eine Volkswirtschaft bei flexiblen Wechselkursen gut abgesichert, bei einem festen Wechselkurs jedoch kann sie sich nicht gegen den Import der Inflation schützen. Zudem können Steuererhöhungen und staatliche Preissteigerungen unabhängig von der wirtschaftlichen Situation zu einer höheren Inflationsrate führen. Es gibt allerdings Mittel und Wege eine Inflation zu stoppen, z.B. durch die stattliche Bindung von Preise und Gehälter. Die Preisbindung wird in vielen Staaten, zur Verhinderung eines Preiswettbewerbs eingesetzt. Ziele können dabei die Qualitätssicherung von Ware oder Vertriebsform oder ein verringerter Kaufanreiz sein. Zum Teil werden niedrige Preise im Zusammenhang mit einer gewährten Subvention, d.h. einem materiellen Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung, die von einem Staat an private Haushalte, an Unternehmen oder andere Staaten geleistet werden, vorgeschrieben.

Eine andere Idee verfolgen die Monetaristen: Die Senkung der umlaufenden Geldmenge - d.h. der gesamten Geldbestand, welcher einer Volkswirtschaft zur Verfügung steht - würde dazu führen, dass mit weniger verfügbarem Geld, die selbe Anzahl von Produkten gekauft werden müsste, wodurch der Preis sinken, der Geldwert jedoch steigen würde. Die Keynesianer versuchen stattdessen die Nachfrage, mit Hilfe einer höheren Besteuerung und geringeren Staatsausgaben, zu bändigen. In Deutschland ist die Jahressteuerungsrate im Jahr 2009 aufgrund des Preisrückgangs für Mineralölprodukte erstmals seit fast fünf Jahren unter einem Prozent geblieben. In Russland sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM die meisten Einwohner jedoch bereit, sich mit der steigenden Inflation abzufinden. Nur jeder Zehnte schließt seine Teilnahme an Protesten nicht aus, während 47 Prozent der Befragten halten Protestaktionen gegen den Preisanstieg für sinnlos halten. 14 Prozent haben vor, eine Lohnerhöhung zu fordern und 32 Prozent teilten mit, sie wählen nun beim Einkaufen preiswertere Produkte, während 31 Prozent komplett auf bestimmte Artikel verzichten wollen.

Allgemein wird die Inflation in naher Zukunft allerdings nicht nur die Gütermärkte, sondern auch die Vermögenswerte beschäftigen, so Klaus Kaldemorgen, Sprecher der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft DWS. Eine erste Indikation liefere der Goldpreis, der in Euro gemessen ein Allzeithoch verzeichnet. Auch die riesigen neuen Schulden, die durch die Rettungs- und Konjunkturpakete neu aufgehäuft werden, bergen Risiken für die Preisstabilität. Die Inflation könnte jedoch auch zum Problem werden, wenn die Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise wieder steigen sollten. Die Endlichkeit der Ressourcen ist unumstritten und so ist es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Rohstoffhunger wieder neu erwacht.

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